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Recherche zum Stand der Technik: was sie ist und wie sie geht

Bevor Sie in ein Patent investieren, lautet die entscheidende Frage: „Gibt es so etwas schon?" Die Antwort liefert die Recherche zum Stand der Technik: Sie ist der Schritt, der mehr als jeder andere darüber entscheidet, ob es sich lohnt weiterzumachen.

⚠️ Informativer Leitfaden, keine Rechtsberatung. Eine vollständige Recherche gehört in die Hände eines Patentanwalts.

Was ist der „Stand der Technik"

Der Stand der Technik ist alles, was vor Ihrem Anmeldetag der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde — in jeder Form und überall auf der Welt: Patente, Anmeldungen, Artikel, Produkte am Markt, Vorträge, Websites. Ist Ihre Erfindung dort bereits beschrieben, fehlt die Neuheit (Art. 54 EPÜ) und sie ist nicht patentierbar.

Warum sie unverzichtbar ist

  • Sie vermeiden, Tausende von Euro für etwas auszugeben, das es schon gibt.
  • Sie erkennen den echten Spielraum: sehr naher Stand der Technik gefährdet die erfinderische Tätigkeit (Art. 56 EPÜ).
  • Sie stärken die Anmeldung: Sie wissen, was Sie als wirklich unterscheidend beanspruchen können.

So führen Sie eine vorläufige Recherche durch

  • Extrahieren Sie die technischen Schlüsselbegriffe der Erfindung und übersetzen Sie sie ins Englische: Die Datenbanken sind auf Englisch indexiert.
  • Suchen Sie mit kostenlosen Tools: Espacenet (EPA, über 140 Millionen Dokumente) und Google Patents.
  • Nutzen Sie die Klassifikation (IPC/CPC): Die richtige technische Klasse macht die Suche weit präziser als Schlüsselwörter allein.
  • Folgen Sie den Zitaten: Schauen Sie bei den relevantesten Patenten auf zitierte und zitierende Dokumente.
  • Bewerten Sie: Finden Sie etwas Identisches (Neuheit gefährdet) oder sehr Ähnliches (erfinderische Tätigkeit gefährdet)?

Die Grenzen des Selbermachens

Eine manuelle Recherche ist kostenlos, aber schwierig: technisch-juristische Sprache, Tausende Treffer, komplexe Klassifikation, Englisch. Es ist leicht, einen existierenden Stand der Technik zu übersehen (trügerische Sicherheit) oder sich in irrelevanten Ergebnissen zu verlieren.

Wie Kanryx das Pre-Screening beschleunigt

Kanryx übersetzt und klassifiziert Ihre Erfindung, durchsucht die europäische Datenbank (EPA) nach relevanten Dokumenten und liefert in Minuten ähnliche Patente mit einer Relevanzeinschätzung sowie einen begründeten Patentierbarkeits-Score. Es ist eine vorläufige, nicht erschöpfende Analyse zur Orientierung vor einer professionellen Recherche — sie ersetzt diese nicht.

→ Erfindung jetzt vorprüfen

Häufige Fragen

Ist eine Recherche zum Stand der Technik Pflicht? Nein, aber sie zu überspringen ist der schnellste Weg, Geld für bereits Bekanntes zu verschwenden.

Genügt es, Produkte im Handel zu prüfen? Nein: Eine Erfindung kann nicht am Markt, aber in einem alten Patent bereits beschrieben sein.